Die anwenderfreundliche Innovation:
alpha-Technologie
Die alpha-Technologie ermöglicht es, Montageschaum ohne die Härtung über Isocyanate herzustellen. Alpha-Bauschäume vernetzen über sogenannte Silane, speziell alpha-Silane – daher der Name und das α-Zeichen. Silane sind hybride Siliciumverbindungen, die sich als Bindemittel und Haftvermittler in Lacken, Beschichtungen oder Klebstoffen bewährt haben. Dabei handelt es sich in der Regel um so genannte γ-Silane. Erst seit wenigen Jahren gibt es die damit eng verwandten
α-Silane, die sich von den γ-Analogen durch eine geringfügige Änderung in der Molekülstruktur unterscheiden. Durch diesen Unterschied sind α-Silane um 100- bis 1000-fach reaktiver als
γ-Verbindungen – man spricht auch vom α-Effekt.
Ausgangsstoff für alpha-Bauschaum sind silanterminierte Polymere, bei denen die Molekülketten am Ende mit einer
α-Silangruppe abschließen. Bei der Vernetzung reagieren die Silangruppen der einzelnen Ketten miteinander. Eingeleitet wird der Vorgang durch Luftfeuchtigkeit. Weil dabei kein Isocyanat beteiligt ist¹, entsteht auch kein Kohlendioxid. Deshalb werden gängige Treibmittel wie Propan oder Butan zugefügt, die das Produkt aufschäumen.
Bei der Vernetzung des Schaums entsteht Methanol. Unter normalen Anwendungsbedingungen sind die auftretenden Mengen jedoch nachweislich so gering, dass für den Anwender keine Gefahr ausgeht. Erfreulich für den Anwender: Montageschäume auf Basis der alpha-Technologie sind nach GHS und nach EU-Richtlinien kennzeichnungsfrei bis auf ihre entflammbaren Treibgase Butan oder Propan.
α-Silane werden von der Wacker Chemie AG nach einem patentierten Verfahren hergestellt und unter dem Namen GENIOSIL®² vertrieben.
¹ Test Report SP Sweden No. F4 17365
² GENIOSIL® ist eine eingetragene Marke der
Wacker Chemie AG.
